TASTE THE WASTE
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Agrarministerin Aigner vs. Bauer Baringdorf

„Das ist doch bewusste Irreführung, was Ilse Aigner da verzapft“, kommentiert der Kartoffelbauer Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf den Auftritt der Bundesministerin in der Talkshow von Günter Jauch (ARD). „Sie weiß doch genau, dass ich die aussortierten Kartoffeln nicht zu Pommes verarbeiten lassen kann, dafür werden doch ganz andere Kartoffelsorten gebraucht.“

Bereits bei der Premiere von „Taste The Waste“ hatte Aigners Staatssekretär Robert Kloos die Filmszene mit Baringdorf als unglaubwürdig bezeichnet, er sagte, kein Bauer lasse so viele Kartoffeln auf dem Feld liegen, er kenne das nur so, das möglichst viele aufgesammelt werden um Krankheiten zu vermeiden. „Damit lenkt er die Aufmerksamkeit auf ein Nebengleis: Es stimmt, dass direkt auf dem Feld nur ein Teil der Kartoffeln aussortiert wird.“ Das Taste-The-Waste-Team hatte bei der Ernte der Frühkartoffeln gedreht, und da muss es schnell gehen und deshalb wird ein Teil schon direkt auf dem Feld aussortiert. „Generell wird das meiste nicht auf dem Feld, sondern bei uns im Bauernhof aussortiert. Aber das ändert gar nichts an der Tatsache, dass wir 40 – 50 % der Ernte nicht verkaufen können, weil der Handel nur einwandfrei aussehende Ware akzeptiert.“

„Das sind Speisekartoffeln, die mit großem Aufwand für die Menschen angebaut werden. Und nicht um Biogas-Anlagen oder Kühe zu füttern“, ärgert sich Baringdorf. Mit seiner Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft will er ein Gegengewicht zum Deutschen Bauernverband schaffen, der in erster Linie die Interessen der Großbauern vertrete: „Wir brauchen nicht mehr Produktion, sondern wir sollten die vorhandene Ernte besser nutzen.“

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